Glückshormone – der Grund warum wir glücklich sind

Glückshormone – der Grund warum wir glücklich sind

Manchmal sind wir glücklich und zufrieden, manchmal depressiv, traurig und abgeschlagen. Wussten Sie, dass für all diese Gefühle körpereigenen Botenstoffe verantwortlich sind und wir somit unsere Stimmungen bis zu einem gewissen Maße selbst beeinflussen können?

Wir sagen Ihnen in diesem Beitrag wie!

Magische Botenstoffe – die Glückshormone Serotonin und Endorphin

Die Botenstoffe Serotonin und Endorphin nehmen direkten Einfluss auf unser Wohlbefinden. Denn ohne sie sind wir kaum in der Lage zu fühlen, klar zu denken, Entscheidungen zu treffen, mit Stress umzugehen und vieles mehr.

Jedem Botenstoff kommt eine besondere Aufgabe zu. So ist beispielsweise Serotonin für die Ausschüttung von Glückshormonen verantwortlich, während Endorphine unsere Leistungsfähigkeit steigern und dementsprechend beim Sport ausgeschüttet werden. Das Hormon Noradrenalin aktiviert und motiviert uns.

Glückshormone – der Grund warum wir glücklich sind

Wie sieht es also mit Ihren Speichern an Serotonin, Noradrenalin und Endorphinen aus? Wichtig ist, dass die Speicher stets voll sind.

Hier finden Sie gute Tipps für einen ausgeglichenen Hormonhaushalt und ein ruhiges Seelenleben.

Das Wohlfühlhormon Serotonin

Unsere emotionale Ausgeglichenheit wird durch das sogenannte Glückshormon Serotonin hervorgerufen. Dabei hat das Serotonin unterschiedliche Aufgaben:

• es beeinflusst es den Magen-Darm-Trakt
• es hat Auswirkungen auf das gesamte Herz-Kreislauf-System des Körpers
• der Augeninnendruck ist abhängig von Serotonin
• wir fühlen Schmerz, Müdigkeit und Schläfrigkeit
• unsere Körpertemperatur wird ausgeglichen

Doch hauptsächlich wirkt sich Serotonin positiv auf unser Wohlbefinden aus. Mit anderen Worten hängt also unser Glücksgefühl nicht davon ab, ob wir ein großes Haus oder ein neues Auto haben, sondern wie es mit unserem Hormonhaushalt aussieht.

Denn das Glücksgefühl entsteht in unserem Gehirn und leitet sich von unserem Serotoninspiegel ab. Ein zu geringer Anteil an Serotonin führt oft zu Ängsten und schlechter Laune, im schlimmsten Fall sogar zu ernsten Depressionen. Aber auch Migräne, Aggressivität und Selbstmordgedanken liegen oft an einem Serotoninmangel.

Wie kann ich den Serotonin Anteil erhöhen?

Serotonin braucht Licht, um aktiviert zu werden. Deshalb leiden viele Menschen insbesondere in den kühleren Jahreszeiten unter Depressionen und Unwohlsein. Man sollte also unbedingt raus an die frische Luft uns ins Tageslicht. Muss man sich viel im Inneren der Gebäude aufhalten, sollte man Tageslichtlampen mit Vollspektrum benutzen. Sie imitieren das natürliche Tageslicht und helfen bei Serotonin Mangel.

Zudem kann auch Aromatherapie helfen, denn es gibt spezielle Düfte, die die Laune anheben können, z.B.:

• Schokolade
• Vanille
• Orange
• Grapefruit
• Zitrone

Nicht nur die Liebe geht durch den Magen, sondern auch alle anderen Glücksgefühle. Bestimmte Nahrung hebt die Stimmung.

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Der Vagus-Nerv beginnt nämlich im Kopf und endet im Darm. Er hilft Informationen zwischen diesen beiden Organen so schnell wie möglich auszutauschen. Man bezeichnet daher den Darm auch oft als „zweites Gehirn des Körpers“. Bis zu knapp 90 Prozent der Botschaften gehen vom Darm aus und werden von dort an das Gehirn weitergeleitet.

Welche Nahrung macht uns also glücklich? Antwort: Nur Nahrungsmittel, die besonders reich an der Aminosäure Tryptophan sind, regen die Produktion von Serotonin an.

Lebensmittel mit einem hohen Anteil an Tryptophan sind u.a.:

• Parmesan, Emmentaler, Magerquark
• Cashewkerne, Erdnüsse, Haselnüsse
• Sojabohnen, Pilze, getrocknete Erbsen, getrocknete Datteln und getrocknete Feigen
• Weizenkeime, Weizenkleie, Haferflocken, Reis
• Bananen und Avocados
• Samen (Sesam, Amaranth, Hirse, Quinoa, Sonnenblumenkerne)
• Kakaopulver und Schokolade

Glückshormone und Schokolade

Jeder kennt das – wir sind unglücklich und unser Körper (und unsere Selle) verlangen nach Schokolade. Kurzfristig macht uns die Schokolade glücklich, denn auch im Kakaopulver befindet sich die Aminosäure Tryptophan. Allerdings sollte man hier Vorsicht walten lassen. Denn auch wenn die Glückshormone ansteigen – so tut es auch auf Dauer das Gewicht. Gegen ein bisschen süße Verführung an tristen Tagen ist nichts einzuwenden, aber auf Dauer und in großen Mengen richtet man mehr Schaden als Gutes an.

Endorphine – durch Sport zum Glück

Endorphine sind von Haus aus Schmerzregulatoren, die entstehen, wenn unsere Nerven entsprechend angeregt und gereizt werden. Wir realisieren dann ein Glücksgefühl, wenn sie in erhöhter Dosierung ausgeschüttet werden.

Die wundervollen Endorphine werden immer dann freigesetzt, wenn wir körperlich aktiv sind. Dazu kann u.a. gehören:

• Tanzen
• Spazierengehen
• Joggen
• Zumba, Aerobic, etc.

Sport wirkt sich nicht nur auf die Endorphin Ausschüttung positiv aus, sondern hilft auch indirekt bei der Serotonin Produktion. Denn bei körperlicher Aktivität kann das L-Tryptophan in aller Ruhe zum Gehirn wandern kann und dort Serotonin produziert, da alle anderen Aminosäuren im Körper dazu verwendet werden, Muskeln aufzubauen.

Fazit zu den Glückshormonen Serotonin und Endorphin

Glückshormone produzieren ist leichter als man denkt. Um Glückshormone freisetzen zu können reicht Tageslicht und sportliche Aktivität praktisch aus, denn Glückshormone und Sport gehören eng zusammen. Selbst unsportliche Menschen können bei einem ausgiebigen Spaziergang im Sonnenlicht die Glückshormon Produktion spürbar anregen und zu einem ausgeglicheneren Hormonhaushalt beitragen. Eine gesunde Ernährung tut dann den Rest. Glückshormone zu produzieren kann eben auch sehr schmackhaft und gesund sein.